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Die Energiesteuer (früher Mineralölsteuer) wird auf Kraft- und Heizstoffe wie Benzin, Diesel, Erdgas und Heizöl erhoben und ist seit 2006 im EnergieStG geregelt. Die Höhe hängt vom Energieträger ab: Diesel trägt regulär 47,04 ct/l, bis 31. Dezember 2026 wegen des Tankrabatts 33,00 ct/l. Mit Einnahmen von rund 37 Mrd. Euro im Jahr ist sie die ertragreichste Verbrauchsteuer des Bundes.

Was Unternehmen zurückbekommen

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Stand , Rechtsstand 2026 geprüft

01 Steuersätze

Aktuelle Energiesteuersätze

Die Energiesteuer, umgangssprachlich weiterhin Mineralölsteuer genannt, wird auf alle Kraft- und Heizstoffe erhoben. Die Regelsätze sind im § 2 EnergieStG (öffnet in neuem Fenster) festgelegt.

Tankrabatt beschlossen: Mineralölsteuer auf Benzin und Diesel sinkt erneut

Bundestag und Bundesrat haben am 25. September 2026 zugestimmt: Vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2026 sinkt die Steuer um 14,04 Cent netto, rund 17 Cent brutto pro Liter. Die Senkung gilt nur für Benzin und Diesel, Heizöl, Erdgas und Flüssiggas sind nicht betroffen. Alle Details zum Tankrabatt

Energiesteuersätze nach § 2 EnergieStG, mit den befristeten Sätzen bis 31. Dezember 2026
EnergieträgerRegelsatzBis 31.12.2026Einheit
Kraftstoffe
Benzin (unverbleit)65,4551,41ct/l
Diesel (Gasöle)47,0433,00ct/l
Erdgas (Kraftstoff)2,733unverändertct/kWh
Flüssiggas (Kraftstoff)40,90unverändertct/kg
Heizstoffe
Heizöl (leicht)6,14unverändertct/l
Erdgas (Heizung)0,55unverändertct/kWh
Flüssiggas (Heizung)6,06unverändertct/kg
Kohle0,33unverändert€/GJ

Stand 2026. Erdgas als Kraftstoff ist noch ermäßigt, ab 2027 gilt der Regelsatz von 3,18 ct/kWh.

02 Herkunft

Mineralölsteuer und Energiesteuer: Was hat sich geändert?

Die Mineralölsteuer wurde in Deutschland von 1930 bis Juli 2006 erhoben. Mit dem Inkrafttreten des Energiesteuergesetzes (EnergieStG) (öffnet in neuem Fenster) am 1. August 2006 wurde die Mineralölsteuer durch die Energiesteuer ersetzt.

Die Umbenennung war keine reine Formalität: Das Energiesteuergesetz hat die Besteuerung auf alle Energieerzeugnisse vereinheitlicht und insbesondere Kohle neu in die Besteuerung aufgenommen. Die Steuersätze auf Benzin (65,45 ct/l) und Diesel (47,04 ct/l) blieben jedoch identisch. Im Alltag, an Tankstellen, in den Medien und in Bundestagsdebatten, wird weiterhin häufig von der Mineralölsteuer gesprochen.

Wichtige Stationen der Mineralölsteuer

1930
Einführung der Mineralölsteuer in Deutschland
1999
Ökologische Steuerreform: schrittweise Erhöhung der Mineralölsteuer auf Kraftstoffe
2003
Letzte Erhöhung auf das heutige Niveau (Benzin 65,45 ct/l, Diesel 47,04 ct/l)
2006
Ablösung durch das Energiesteuergesetz, Kohle neu in die Besteuerung aufgenommen
2026
Gesetzesänderungen für KWK, Agrardiesel und Stromerzeugungsanlagen

Einnahmen aus der Energiesteuer

Die Energiesteuer (ehemals Mineralölsteuer) bringt dem Bund jährlich rund 37 Milliarden Euro ein (2025: 37,6 Milliarden Euro) und ist damit die ertragreichste reine Bundessteuer. Die Einnahmen fließen in den allgemeinen Bundeshaushalt und sind nicht zweckgebunden, finanzieren also nicht gezielt den Straßenbau oder Klimaschutz.

Den größten Anteil an den Einnahmen hat die Besteuerung von Diesel (durch hohes Verbrauchsvolumen im Güterverkehr), 2025 rund 17,8 Milliarden Euro, gefolgt von Benzin mit 15,5 Milliarden Euro. Heizöl, Erdgas und andere Energieerzeugnisse tragen einen kleineren Anteil bei.

03 Neu 2026

Energiesteuer 2026: Was die Novelle ändert

Zum 1. Januar 2026 ist das Dritte Gesetz zur Änderung des Energiesteuer- und des Stromsteuergesetzes in Kraft getreten, die Agrardieselentlastung kam mit einem weiteren Gesetz. Die Änderungen betreffen Verfahren, Entlastungsansprüche und neue Regelungen für bestimmte Energieerzeugnisse, nicht die Regelsätze auf Benzin, Diesel und Heizöl.

§ 57

Agrardiesel wiederhergestellt

Ab dem Wirtschaftsjahr 2026 gilt wieder die volle Entlastung von 214,80 EUR pro 1.000 Liter Gasöl (2025: nur 64,44 EUR (öffnet in neuem Fenster)). Neu: Auch Diesel gleichgestellte Energieerzeugnisse wie Rapsöl, Pflanzenöl und Biodiesel sind entlastungsfähig. § 57 EnergieStG (öffnet in neuem Fenster)

§ 53

Stromerzeugung und KWK neu geregelt

§ 53 wurde erweitert: Der Ausschluss bei einer Stromsteuerbefreiung nach § 9 Abs. 1 Nr. 1 oder 3 StromStG ist entfallen. Damit erhalten auch viele KWK-Anlagen die vollständige Entlastung für die zur Stromerzeugung eingesetzten Brennstoffe. Die Teilentlastung nach § 53a ist nur noch möglich, wenn § 53 nicht greift.

§ 1a

Designerkraftstoffe

Erstmalige gesetzliche Definition für Gasöl-Mischungen, die mit Zusätzen als technische Öle verkauft wurden (bestimmt über Siedeverlauf, Verseifungszahl und Viskosität). Ihre Abgabe gilt jetzt als Abgabe als Kraftstoff, sie werden wie Diesel besteuert (§ 23 EnergieStG).

§ 27

Schifffahrt

Die Steuerbefreiung für die gewerbliche Schifffahrt wurde auf Bio-LNG, Bio-LPG, Wasserstoff (nicht in Brennstoffzellen), Ammoniak, Methanol und Biodiesel erweitert.

§ 2

Keine Erhöhung der Regelsätze

Die Regelsätze auf Benzin, Diesel und Heizstoffe sind seit 2003 unverändert, gesenkt wurden sie nur befristet (2022 und 2026). Die Novelle 2026 ändert Verfahren und Entlastungsansprüche, nicht die Steuersätze. Teurer wird nur Erdgas als Kraftstoff: Seine Ermäßigung läuft stufenweise aus, 2026 gilt 2,733 ct/kWh, ab 2027 der Regelsatz von 3,18 ct/kWh.

Alle Änderungen 2026 im Detail
04 Entlastungen

Entlastungen für Unternehmen & Landwirtschaft

Unternehmen des Produzierenden Gewerbes sowie der Land- und Forstwirtschaft können einen erheblichen Teil der gezahlten Energiesteuer zurückerstattet bekommen. Die maßgeblichen Paragrafen erklären wir in den Rechtsgrundlagen der Strom- und Energiesteuer.

Standardentlastung nach § 54

Erdgas
0,138ct/kWh§ 54 EnergieStG
Heizöl
15,34€/1.000 l§ 54 EnergieStG
Flüssiggas
15,15€/1.000 kg§ 54 EnergieStG
Selbstbehalt
250€ pro Jahr

Für Betriebe des Produzierenden Gewerbes sowie der Land- und Forstwirtschaft, die Heizstoffe zu betrieblichen Zwecken verheizen oder in begünstigten Anlagen einsetzen. Erstattet wird der Betrag über dem Selbstbehalt. Ob Ihr Unternehmen dazugehört, entscheidet der WZ-Code nach WZ 2003.

Ihre Erstattung schätzen

Weitere Entlastungen

Der Spitzenausgleich nach § 55 EnergieStG a. F. ist zum 31. Dezember 2023 ausgelaufen und seit 2026 aus dem Gesetz gestrichen, Anträge sind nicht mehr möglich.

Alle Entlastungsmöglichkeiten im Detail

Steuerberater statt Agentur

Viele Anbieter versprechen schnelle Erstattungen. Als spezialisierte Steuerberatungsgesellschaft bieten wir Ihnen jedoch etwas Wichtigeres: Echte Rechtssicherheit.

Rechtssicherheit
Als Steuerberatungsgesellschaft haften wir für unsere Beratung. Agenturen bieten diesen Schutz oft nicht.
Fachliche Tiefe
Wir kennen nicht nur die Antragsformulare, sondern die Gesetzeslage hinter Entlastungsparagraphen wie §§ 51, 53a, 54 EnergieStG und §§ 9a, 9b StromStG.
Alle Entlastungen im Blick
Neben § 9b prüfen wir § 9a, die Befreiungen nach § 9 StromStG und die Energiesteuer, damit keine Entlastung übersehen wird.

LHM Energiesteuer Steuerberatungsgesellschaft mbH · 15+ Jahre Erfahrung · Mitglied der Steuerberaterkammer Stuttgart

Häufig gestellte Fragen zur Energiesteuer

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